Verbesserter Zugang zu Arbeit und Ausbildung

Veröffentlicht am 02.07.2015 in Arbeit und Wirtschaft

v.l.n.r. Johann Meiners, Dirk Weigelt, Ingrid Arndt-Brauer, Ursula Schulte, Ulrich Hampel

Kreis Borken/Kreis Coesfeld. Seit Anfang April 2015 ist Johann Meiners Leiter der für die Kreise Borken und Coesfeld zuständigen Arbeitsagentur Coesfeld (AA). Er folgte seinem Vorgänger Markus Dusch, der in die Arbeitsagentur Lübeck wechselte. Die drei SPD-Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer, Ursula Schulte und Ulrich Hampel nutzen jetzt die Gelegenheit, um aktuelle arbeitsmarktpolitische Fragestellungen mit dem neuen Agenturleiter bei einem Antrittsbesuch zu erörtern.

Mit Unterstützung von Bereichsleiter Dirk Weigelt informierte Meiners seine Gäste über die aktuelle Arbeits- und Ausbildungsmarktlage. Erfreulich sei es, so der Agenturleiter, dass der Kreis Coesfeld die niedrigste Arbeitslosenquote in NRW habe. Geschuldet sei dies den vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen vor Ort und der guten Wirtschaftslage.

Hinsichtlich des Ausbildungsmarktes zeigte sich der Agenturleiter optimistisch. Das NRW-Projekt für den Übergang von der Schule zum Beruf "Kein Abschluss ohne Anschluss", greife gut. Im Vergleich zu 2014 habe man mit 1289 rund 100 weniger unversorgte Bewerber, so Meiners. Aufgrund der guten Ausbildungs- und Arbeitsplatzlage, könne man daher von einer deutlichen Reduzierung sprechen.

"Was wird für die jungen Menschen getan, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance haben", wollte Ursula Schulte erfahren. Die AA biete gerade für diese Klientel eine gute Berufsberatung an, erläuterte Meiners. Mit verschiedensten ausbildungsbegleitenden Hilfen sei man auf einem guten Weg, diese jungen Leute ebenfalls unterzubringen, so der Agenturleiter weiter.

"Uns ist es wichtig, die jungen Menschen in Ausbildung zu bringen. Da sind die Unternehmen in der Pflicht, auch Jugendlichen eine Chance zu geben, die kein Abitur haben, sondern von der Haupt- oder Realschule kommen. Als langjähriger Gewerkschafter habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass gerade diese Jugendlichen die Chance einer Berufsausbildung wirklich nutzen und hervorragende Facharbeiter werden. In Zeiten des Fachkräftemangels dürfen wir dieses Potential nicht ungenutzt lassen", so Ulrich Hampel.

Auch die Frage nach Beschäftigung für Flüchtlinge war Thema in der Gesprächsrunde. Unter den Flüchtlingen seien viele hochqualifizierte und motivierte Arbeitskräfte und stellten somit ein großes Potential für den Arbeitsmarkt dar. Die AA beteilige sich daher u.a. am `Runden Tisch´ der Kreise Borken und Coesfeld und an der Erarbeitung von Konzepten für einen verbesserten Zugang in den Arbeitsmarkt. Zusätzlich wurden zwei Vermittlungsfachkräfte mit Migrationshintergrund eingestellt, um kulturelle und sprachliche Hemmnisse abzubauen, erläuterte Weigelt. "Die fehlenden Sprachkenntnisse sind einfach ein Problem", verdeutlichte Meiners und wollte von Arndt-Brauer wissen, was der Bund unternehme, um dieses Problem zu lösen. "Der Bund muss die Sprachförderung für alle übernehmen", stellte Arndt-Brauer klar. Gerade die SPD setze sich seit langem dafür ein und habe schon mehrere Parteibeschlüsse dazu verabschiedet. "Sprachförderung ist Bildungsauftrag des Bundes", so Arndt-Brauer weiter. Abschließend waren die SPD-Abgeordneten aber optimistisch, dass es 2016 zu einer entsprechenden Förderung kommt.

 
 

Ursula Schulte, MdB

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Ausgewogene Ernährung ist eine Kernfrage sozialer Gerechtigkeit. Hierbei müssen wir die Kinder und Jugendlichen in den Blick nehmen. Ihnen wollen wir ein gesundes Aufwachsen ermöglichen. Mehr dazu in meiner Rede vor dem Deutschen Bundestag.

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Ingrid Arndt-Brauer, MdB


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