SPD verabschiedet Westmünsterland-Erklärung Integration im ländlichen Raum - Anders ist angekommen

Veröffentlicht am 09.05.2016 in Integration

Unter dem Motto "Anders kommt an" haben die beiden SPD-Unterbezirke Borken und Coesfeld am vergangenen Samstag in Gescher die Westmünsterland-Erklärung verabschiedet. "Sie beschäftigt sich", so SPD-Unterbezirksvorsitzender Marc Jaziorski, "mit der Integration von Flüchtlingen im ländlichen Raum. Es gibt sicherlich viele Erklärungen und Resolutionen zu diesem Thema, aber keine, die den Schwerpunkt auf die ländlichen Strukturen legt."

Die Westmünsterland-Erklärung ist das Ergebnis eines Diskussionsprozesses mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern, den Städten und Gemeinden sowie mit den Organisationen, die tagtäglich mit der Integration von geflüchteten Menschen zu tun haben. "Wir haben uns viele Unterkünfte angesehen und Gespräche mit den Bürgermeistern geführt und die Wünsche in dieser Erklärung aufgenommen. Sie ist nicht Abschluss eines Prozesses, sondern wird dynamisch weiter entwickelt und soll in die Diskussion auf Landes- und Bundesebene einfließen", erläutert die SPD-Bundestagsabgeordnete Ursula Schulte.

Einer der am Samstag ganz genau zugehört hat, war der Chef der NRW-Landesgruppe im Deutschen Bundestag Achim Post. Er nehme viele Anregungen mit nach Berlin, so Post. Trotz sommerlicher Temperaturen diskutierten am frühen Samstag-Vormittag c. 100 interessierte Bürgerinnen und Bürgern mit der SPD, dem Bürgermeister der Gemeinde Heek-Nienborg, Franz-Josef Weillinghoff, mit der stellvertretende Vorsitzenden des Kreisflüchtlingsrates Elisabeth Olbing, sowie mit Iris Schlautmann vom Deutschen Roten Kreuz.

Bürgermeister Weillinghoff zeigte sich sehr optimistisch, dass die Integration in den Städten und Gemeinden des Kreises Borken gelingt. "Wir haben die Menschen mitgenommen - und zwar alle. Das ist das Erfolgsgeheimnis"! Allerdings wies er auch darauf hin, dass die Verwaltung - gerade in einer kleinen Gemeinde wie Heek-Nienborg, personell schnell an die Grenzen komme. Iris Schlautmann wünschte sich, die Menschen bei 'ihrer Motivation abzuholen'. Wichtig sei vor allem, dass die vielen Initiativen koordiniert werden, damit es nicht zu Parallelstrukturen komme. Das war auch eine Forderung, die Ursula Schulte auch immer wieder von den Verwaltungsspitzen zuhören bekommen hat. "Es gibt viele Initiativen, Vereine und Organisationen, die neben einander arbeiten. Hier müssen wir die Kräfte bündeln. Wir sollten die derzeitige Verschnaufpause nutzen, um uns darauf zu konzentrieren", so die SPD-Bundestagsabgeordnete.

Download Westmünsterlanderklärung

 
 

Ursula Schulte, MdB

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