SPD fordert: Pflege weiter stärken

Veröffentlicht am 31.10.2018 in Bundespolitik

Auf dem Foto v. l. n. r.: Gunnar Sander, Ursula Schulte, Anne Göring, Martina Nötzold, Moderator Frank Liese

Kreis Borken/Südlohn. Pflegebedürftige, Pflegekräfte und Angehörige müssen auf die Solidarität der Gesellschaft vertrauen. Das war die Kernbotschaft der gestrigen SPD-Fraktions-Vor-Ort zum Thema "Gute Pflege - was braucht es dafür?", zu der die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Ursula Schulte in das Burghotel Pass eingeladen hatte.

Mit ihr diskutierten Gunnar Sander, Geschäftsführer der Sander-Pflege, der das aus den Niederlanden stammende Nachbarschaftsmodell "buurtszorg" vorstellte. Auf dem Podium vertreten waren darüber hinaus Martina Nötzold vom Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe der Kreise Borken/Coesfeld sowie Anne Göring vom Pflegedienst Helfende Hände.

Die meisten Pflegebedürftigen wollen in ihrer gewohnten Umgebung alt werden. Etwa zwei Drittel aller Pflegebedürftigen werden zuhause - vorzugsweise von Angehörigen - gepflegt. "Wir als Kontaktbüro Pflegestelle organisieren hier die Selbsthilfe, weil wir wissen, dass die pflegenden Angehörigen den Austausch - als Fachleute in eigener Sache - den Austausch untereinander zwingend benötigen", erläuterte Martina Nötzold ihre Aufgabe. Für Anne Göring steht der Mensch im Mittelpunkt. "Als ambulanter Pflegedienst schauen wir uns die Bedürfnisse der - vor allem älteren Menschen - an und entwickeln auf dieser Basis ein individuelles Pflegekonzept." "Buurtszorg", so Gunnar Sander, "sei ein aus den Niederlanden übernommenes Modell mit flachen Hierarchien. Im Mittelpunkt stehen kleine, selbstorganisierte Teams von bis zu zehn Mitarbeiter, die in ihrem jeweiligen Einzugsgebiet Pflege organisieren. Dazu gehöre auch der Aufbau eines Netzwerkes aus Familienangehörigen und Nachbarn sowie aus den Menschen, die am Pflegeprozess beteiligt sind. Dazu zählen Ärzte, Apotheken, Krankenhäuser, Physiotherapeuten etc. Der Anspruch: Menschlichkeit geht vor Bürokratie."

Bei der anschließenden Diskussion zeigte sich, dass die mehr als 80 TeilnehmerInnen selber Fachleute in eigener Sache waren, kamen sie doch aus den unterschiedlichen Pflegebereichen bzw. waren selber Betroffene, weil sie Angehörige zu pflegen hatten.

Sie interessierte vor allem, wie man das Pflegesystem zukunftssicher machen und die Belastungen der Pflegenden in den Begriff bekommen kann. Ursula Schule wies in diesem Zusammenhang auf die laufenden Gesetzgebungsverfahren hin und nannte hier insbesondere das Pflege-Stärkungsgesetz mit dem neue Stellen in der stationären Altenpflege geschaffen und finanziert werden sollen, die Pflegeberufe-Reform, in der es unter anderem auch um eine angemessene Ausbildungsvergütung und die Abschaffung des Schulgeldes sowie die konzertierte Aktion Pflege der Bundesministerien für Arbeit und Soziales, Familien und Gesundheit.

"Für mich ist klar, dass noch ein harter steiniger Weg vor uns liegt. Im Mittelpunkt unserer Pflegepolitik steht, dass wir eine gute und verlässliche Pflege gewährleisten, die Arbeit von Pflegekräften angemessen honorieren und pflegende Angehörige optimal unterstützen wollen. Und weil das so ist, nehme ich die Anregungen solcher Veranstaltungen gerne in meine Arbeit mit auf. Die Menschen, die sich zu Wort gemeldet haben, sind schließlich Experten in eigener Sache. Ihnen in Berlin Gehör zu verschaffen, ist meine Aufgabe als SPD-Bundestagsabgeordnete", so Ursula Schulte.

 
 

Europaprogramm

Ursula Schulte, MdB

Ursula Schulte, MdB
Wahlkreis 126 Borken II

16.06.2019 08:43
Gastfamilien gesucht.
Der Bundestag und der amerikanische Kongress unterstützen auch in diesem Jahr wieder Schülerinnen und Schüler aus beiden Nationen, um ihnen die Verwirklichung eines Traumes zu ermöglichen: ein Schuljahr im Ausland. Ich bin Patin von Jan Spiegelhoff aus Rhede, der das Schuljahr 2019/20 in den USA verbringen wird.

Ab Ende August 2019 sind sowohl amerikanische Schülerinnen und Schüler als auch Jugendliche aus anderen Ländern für ein Schuljahr in Deutschland zu Gast. Für sie sucht GIVE e.V., als eine der vom Bundestag mit der Durchführung des Programms beauftragten Organisationen, sympathische Gastfamilien im Münsterland. Alle Teilnehmer sind aufgeschlossene junge Menschen zwischen 15 und 18 Jahren, die sich in Auswahlverfahren für ihren Aufenthalt qualifiziert haben.

Kreistagsfraktion

SPD, Grüne, UWG und Linke/Piraten stellen gemeinsamen Antrag zur kommenden Kreistagssitzung

Für die gut 6.000 Nutzer des Sozialtickets im Kreis Borken gibt es Anlass zur Hoffnung, dass der Kreistag die vor wenigen Wochen beschlossenen Preiserhöhung für das MoBiTicket wieder zurück nimmt. Die Fraktionen von SPD, Grünen und UWG sowie die Gruppe Linke/Piraten haben für die kommende Sitzung des Kreistags im Juli beantragt, die Preiserhöhung zurückzunehmen und das bisherige Preismodell wieder in Kraft zu setzen.

Da die Landesförderung für das MobiTicket für das laufende Jahr gut 100.000 Euro geringer ausgefallen war, als vom Kreis Borken beantragt, legte die Kreisverwaltung dem Kreistag in der vergangenen Kreistagssitzung den Beschlussvorschlag vor, die Ticketpreise für das MobiTicket zu erhöhen, um so die Nutzerzahlen zu senken und die geringere Fördersumme des Landes auf diese Weise auszugleichen. Der Landrat vertrat, gemeinsam mit der Fraktion der CDU und der Gruppe der FDP die Auffassung, die Fördergelder reichen nun nicht mehr aus, den erwarteten Aufwand des Kreises Borken für das MobiTicket zu decken.

Ingrid Arndt-Brauer, MdB


Ingrid Arndt-Brauer, MdB
Wahlkreis 124 Steinfurt/Borken I

Kreis Borken. Die finanzielle Situation der Städte, Gemeinden und Kreise hat sich in Deutschland verbessert - dank guter Konjunktur und der Politik der Großen Koalition. Die SPD nutzt ihren Handlungsspielraum in der Koalition, um die Kommunen weiter zu stärken.

Kommunen finanziell entlasten - diesen Weg setzt die SPD fort. "Ob mit der Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, besseren Kitas oder dem Ausbau des schnellen Internets an jeder Milchkanne, die sozialdemokratische Handschrift in unseren Gesetzen kommt bei allen an. Damit bleibt die SPD-Bundestagsfraktion die Anwältin der Kommunen", macht die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer klar.

Wahlprogramm