Keine große Koalition, neues Leitbild, Groschek soll stellvertretender Bundesvorsitzender werden.

Veröffentlicht am 05.10.2017 in Landespolitik

Auf seiner Klausurtagung in Neuss diskutierte der Landesvorstand der NRWSPD gemeinsam mit Andrea Nahles, der neuen Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, nachdrücklich die Ursachen der Wahlniederlagen in diesem Jahr. Einigkeit bestand darin, dass die Sozialdemokratie nach der verlorenen Bundestagswahl für eine große Koalition nicht zur Verfügung steht. Dazu fasste der Landesvorstand einstimmig einen klaren Beschluss (siehe unten).

"Wir nutzen die Zeit in der Opposition zur Erneuerung, um mit einer neuen sozialdemokratischen Erzählung wieder Mehrheiten zu erringen", machte der Landesvorsitzende Michael Groschek deutlich. Der Beschluss spiegelt auch den Wunsch vieler Parteimitglieder wieder. Sie hatte der Landesverband zur Beginn der Woche per E-Mail befragt. Weit mehr als 3.000 antworteten bis zum Freitag. Ein sehr gutes Zeichen, wie Generalsekretärin Svenja Schulze fand: "Die letzten Tage zeigen: In der SPD steckt eine Menge Energie".

Mit der Diskussion in sechs Arbeitsgruppen setzten die Vorstandsmitglieder den Startschuss für die Entwicklung eines Leitbildes. Rollenverständnis, Vision, Wertvorstellung, Auftrag, Zieldefinition und Haltung waren dabei Schlüsselbegriffe. "Angela Merkel ist die Kanzlerin der Einzelinteressen. Wir Sozialdemokraten nehmen das große Ganze in den Blick. Unsere Klausur heute hat hier einen neuen Rahmen gesetzt", lobte Groschek die Ideen des Tages, die jetzt zur weiteren Debatte in die SPD einfließen werden.

Der SPD-Landesverband wird ihn beim kommenden Bundesparteitag als stellvertretenden Vorsitzenden vorschlagen. Svenja Schulze soll dann als Beisitzerin neu in den Bundesvorstand gewählt sowie Martin Schulz als Vorsitzender und Dietmar Nietan als Bundesschatzmeister in ihren Ämtern bestätigt werden. Die weiteren Personalvorschläge: Kerstin Griese, Oliver Kaczmarek, Michaela Engelmeier, Wiebke Esdar, Sascha Vogt (jeweils Beisitz), Renate Drewke, Brigitte Reckmann (jeweils Bundeskontrollkommission) und Johannes Risse (Bundesschiedskommission).

 

Beschluss des Landesvorstands der NRWSPD am 30.9.2017
(Klausurtagung Neuss)

Die SPD hat bei den Bundestagswahlen am 24. September 2017 eine historische Niederlage erlitten. Es ist die vierte Niederlage bei Bundestagswahlen in Folge für die Sozialdemokratie in Deutschland. Wir haben das Vertrauen vieler Wählerinnen und Wähler verloren, die große Koalition ist abgewählt worden.

Wir brauchen jetzt eine schonungslose Analyse und eine politische Inventur für die gesamte SPD. Diese Analyse muss im Dialog mit unseren Mitgliedern durchgeführt werden. Wir als NRWSPD haben damit bereits am Wahlabend angefangen und bis heute deutlich mehr als 3.000 Rückmeldungen erhalten. Viele Genossinnen und Genossen teilen unsere erste Bewertung des Wahlergebnisses und lehnen eine große Koalition deutlich ab. Sie sind enttäuscht über das schwache Abschneiden der SPD und schockiert über den Einzug der AfD in den Bundestag. Außerdem geben sie konstruktive Anregungen für den Erneuerungsprozess.

Diesen Weg wollen wir weiter gehen. Mit unseren Erfahrungen werden wir dafür sorgen, dass die Neuaufstellung im Bund und in NRW Hand in Hand geht. Mehr noch: Es gibt nicht verschiedene Sozialdemokratien auf unterschiedlichen politischen Ebenen. Die Neuaufstellung kann nur gelingen, wenn alle Ebenen an einem Strang ziehen.

Das Wahlergebnis ist eine Zäsur für die Bundesrepublik Deutschland. Der Einzug der rechtsextremen AfD in den Bundestag ist ein Alarmsignal für unsere Demokratie. Unser Auftrag wird es sein, die politischen Debatten wieder da hin zu holen, wo sie hingehören - in eine klare Auseinandersetzung zwischen SPD und CDU. So werden wir der AfD möglichst wenig Raum für die Verbreitung ihrer radikalen Parolen bieten. Der Satz von Alexander Gauland „Wir werden uns unser Land und unser Volk zurückholen“ zeigt, welcher Geist in der AfD herrscht.

Die Sozialdemokratie in Deutschland ist daher in der Verantwortung, die Oppositionsführerschaft im Bund zu übernehmen. Es gibt eine klare Mehrheit für eine Jamaika-Koalition. Die NRWSPD unterstützt unseren Parteivorsitzenden daher darin, dass wir für eine große Koalition nicht zur Verfügung stehen.

 
 

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Ursula Schulte, MdB

Ursula Schulte, MdB
Wahlkreis 126 Borken II

Junge Menschen haben ja bekanntlich noch Träume. Es ist schön, wenn man sie dabei unterstützen kann, diese zu verwirklichen. Für den 17-jährigen Schüler Jan Spiegelhoff aus Rhede geht nun ein großer Traum in Erfüllung: Er wird ein Jahr in den Vereinigten Staaten von Amerika verbringen, dort zur Schule gehen und in einer Gastfamilie leben. Ermöglicht wird ihm das durch das Parlamentarische Patenschafts-Programm von Deutschem Bundestag und US-Kongress, in dessen Rahmen ich Jan auswählen durfte.

Jan ist ein überaus engagierter und motivierter junger Mann. Davon konnte ich mich bei unserem Treffen in Rhede überzeugen. Ich bin ganz sicher, dass er ein hervorragender Botschafter für unser Land sein wird. Ich wünsche ihm schon jetzt viele wunderbare Erfahrungen und eine unvergessliche Zeit in den USA.

Kreistagsfraktion

Sehr geehrter Herr Landrat,
meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

in diesem Jahr waren es sehr entspannte Haushaltsberatungen. Das hat natürlich in erster Linie mit den erfreulichen Finanzdaten zu tun, die den Haushalt für 2019 in jeder Hinsicht den Kreis und somit unsere Gemeinden entlasten.
Der Landrat und der Kämmerer sind bei der Haushaltseinbringung und mein Vorredner gerade eben schon im Detail auf die Zahlen und Eckdaten, auf Chancen und Risiken des zukünftigen Haushalts eingegangen (ich habe mich darauf verlassen und wurde nicht enttäuscht).
Darum verzichte ich heute darauf, Sie mit Wiederholungen zu langweilen und möchte nur einige Schwerpunkte hervorheben, die für meine Fraktion von großer politischer Bedeutung sind.

Aber zuerst werde ich kurz etwas in die Vergangenheit zurückgehen...

Ingrid Arndt-Brauer, MdB


Ingrid Arndt-Brauer, MdB
Wahlkreis 124 Steinfurt/Borken I

Kreis Steinfurt/Kreis Borken. "Das neue Jahr fängt gut an: Zum 1. Januar 2019 treten gleich vier Gesetze aus dem Bereich Arbeit und Soziales in Kraft, die den Sozialstaat stärker machen und spürbare Verbesserungen für Beschäftigte, Arbeitslose und Rentner*innen bringen", freut sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer.

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