Maßnahmen für bessere Löhne schnell umsetzen

Veröffentlicht am 23.03.2018 in Bundespolitik

Dem Kreis Borken geht es gut, die Wirtschaft brummt und die Arbeitslosenzahl ist niedrig. Diese Beschreibung klingt erfreulich, doch sie blendet etwas aus. Laut Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sind die Löhne im Kreis Borken unterdurchschnittlich. Der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen ist dagegen hoch. In Vollzeitbeschäftigung verdienen Männer 23 % mehr als Frauen. Berücksichtigt man, dass Frauen nach der Familienzeit häufiger nicht oder nur in Teilzeit arbeiten, wird der Unterschied noch größer. 57 % der Frauen in NRW arbeiten in Teilzeit oder Minijobs. Wenn ein Minijob die einzige eigene Einkommensquelle ist, begibt man sich schnell in wirtschaftliche Abhängigkeit. Diese Situation betrifft zu 68 % Frauen.

Im Alter kann sich das rächen. Minijobber bekommen nur eine geringe oder oft gar keine Rente, weil sie wenig oder gar nicht in die Rentenversicherung einzahlen. Hält dieser Trend an, werden die Sozialausgaben steigen, z.B. bei der Grundsicherung oder der Hilfe zur Pflege.

Die Vredener Bundestagsabgeordnete Ursula Schulte sieht aufgrund dieser Entwicklung großen Handlungsbedarf: „Unsere Maßnahmen für bessere Löhne müssen so schnell wie möglich kommen. Frauen wie Männer profitieren zum Beispiel davon, dass die SPD ein Recht auf befristete Teilzeit durchgesetzt hat. Ich bin froh, dass unser Arbeitsminister Hubertus Heil in den ersten hundert Tagen einen Gesetzentwurf einbringen will“.

Mit dem Recht auf befristete Teilzeit schafft die SPD eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Hiermit kann die Arbeitszeit für einen bestimmten Zeitraum reduziert werden, ohne sie dauerhaft reduzieren zu müssen. Nach Rückkehr aus der begrenzten Teilzeit gilt die vorherige Stundenzahl.

„Wir haben erreicht, dass das Recht auf befristete Teilzeit schon bei Firmen ab 45 Beschäftigten gilt und nicht erst ab 200 Mitarbeitern wie von der CDU gefordert. Damit profitieren deutlich mehr Beschäftigte von der Regelung als es die Union wollte, darunter insbesondere Frauen. Wir wollen die Arbeitszeit der Lebensplanung anpassen – nicht umgekehrt“, erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete.

 
 

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